Synopsen zu Änderungen des Waffenrechts und deren Verordnung

Wir stellen die Synopsen zu den geplanten Änderungen des Waffenrechts und deren Verordnung online.

Die vielzitierte Aussage der strikten 1:1 Umsetzung der EU-Feuerwaffenrichtlinie (EU) 2017/853, bei der es keine darüber hinaus gehende Verschärfung des Waffengesetz geben soll, ist mit diesen Entwürfen nicht mehr haltbar.

190103 Synopse 3. WaffRÄndG

190103 Synopse WaffRÄndVO

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Nachtrag: Wir haben die Entwürfe zur geplanten Änderung in das bestehende WaffG eingefügt.

WaffG, wie es nach dem aktuellen Entwurf aussehen soll.

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16 Gedanken zu „Synopsen zu Änderungen des Waffenrechts und deren Verordnung

  1. “§ 6 AWaffV – Vom Schießsport ausgeschlossene Schusswaffen
    (1) Vom sportlichen Schießen sind ausgeschlossen:

    1.Kurzwaffen mit einer Lauflänge von weniger als 7,62 Zentimeter (drei Zoll) Länge;

    2.halbautomatische Schusswaffen, die ihrer äußeren Form nach den Anschein einer vollautomatischen Kriegswaffe hervorrufen, die Kriegswaffe im Sinne des Gesetzes über die Kontrolle von Kriegswaffen ist, wenn

    a) die Lauflänge weniger als 42 Zentimeter beträgt,

    b) das Magazin sich hinter der Abzugseinheit befindet (so genannte Bul-Pup-Waffen) oder

    c) die Hülsenlänge der verwendeten Munition bei Langwaffen weniger als 40 Millimeter beträgt;”

    Komplett streichen oder wenigstens Punkt 2 (komplett a) bis c)), da keinerlei Sinn, ballistischer Hintergrund oder Sicherheitseinfluss!!
    Reine Beschränkung auf das Aussehen einer Waffe, welche sogar von der EU abgelehnt wurde!

    • Große Änderung: Die Lauflänge darf demnächst min. 40cm betragen.
      Begründung: Im Ausland gefertigte halbautomatische Gewehre haben Läufe mit einer Länge von 16 Zoll (40,64cm).
      Für den deutschen Markt mussten daher bisher Läufe mit einer Länge von min. 16,53 Zoll montiert werden um als Sportwaffe zugelassen zu werden.
      Das ist aber auch bis jetzt der einzige Punkt, bei dem man den Waffenbesitzern/Händlern entgegen kommt.

      • Wäre es nicht ein Versuch wert? Der “Anscheinwaffenparagraph” ist doch längst entfallen, das hier ist nur ein sinnloser Überbleibsel, der scheinbar aus Angst vor zivilen Kalaschnikow (Hülse 39mm, Lauf 41,5mm) und Steyr AUG Nachbauten entstanden ist…
        Die Begründung für Hülsenlängen < 40 mm wäre analog zur Lauflänge, da viele kk Wechselsysteme beispielsweise für AR-15 Gewehre aufgrund ihres Aussehens nicht zulässig sind und andere wegen eines anderen Schaftes schon.

        Viele Grüße

  2. Ich hab mir das jetzt mal durchgelesen und bin darauf gestoßen dass, wenn das so umgesetzt wir man ja ein Problem mit UHR bekommen wird…
    Z. B. 357er passen oft mehr als 10 rein und dann könnte man ja weiterspinnen mit kleinstem bestimmungsmäßigem Kaliber 38WC….
    Wie ist das zu verstehen?


  3. 3) Sofern sie den Grund der Mitnahme nachweisen können, Inhaber eines Europäischen Feuerwaffenpasses sind und die Waffen in den Europäischen Feuerwaffenpass eingetragen sind, bedarf es einer Erlaubnis nach Absatz 1 oder Absatz 1a nicht für

    1. Jäger, die bis zu drei Langwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 3 der Kategorien C und D Kategorie C und die dafür bestimmte Munition im Sinne des § 13 Absatz 1 Nummer 2, Absatz 5 zum Zweck der Jagd mitnehmen,

    2. Sportschützen, die bis zu sechs Schusswaffen nach Anlage 1 Abschnitt 3 der Kategorien B, C oder D Kategorien B oder C und die dafür bestimmte Munition zum Zweck des Schießsports mitnehmen,

    3. Brauchtumsschützen, die bis zu drei Einzellader- oder Repetier-Langwaffen nach Anlage 1 Abschnitt 3 der Kategorien C und D Kategorie C und die dafür bestimmte Munition zur Teilnahme an einer Brauchtumsveranstaltung mitnehmen.


    Kategorie D beinhaltet doch die Einzelladerlangwaffen mit glatten Läufen. Das würde ja bedeuten, dass ich als Jäger keine Flinte/Drilling mehr ohne Sondergenehmigung mit ins Ausland nehmen darf, wenn ich dort zur Jagd gehe und durch fahre. Oder sehe ich das falsch.

    Krass, wie man uns weiter das Leben schwer macht und entwaffnet. Alles unter dem Deckmantel, die Welt sicherer zu machen.

  4. Warum organisiert man nicht direkt eine Mahnwache oder Demo und zeigt der Politik, dass solche Ideen direkt abgelehnt werden. Man muss nur nach Frankreich schauen wie die EU Richtlinie moderat umgesetzt werden kann. Ausserdem will die Regierung im Superwahljahr 2019 sicherlich keine großen Veranstaltungen dieser Art. Es hat sich seit Jahren gezeigt, wer laut ist gewinnt zB GDL oder Verdi bei Tarifverhandlungen.

  5. Ich kann das an meine Sportfreunde weiterschicken. Aber dann fehlen die Telefonnummern oder Mailadressen der Ansprechpartner in den Verbänden und es fehlt ein vorgefertigter Text. Die Leute sind halt träge. Könnt ihr uns das hier einstellen?

    • Vorgefertigte Protestbriefe sind der Tod eines jeden Protest. Die Kontaktdaten der Verbände sind allgemein zugänglich. Aber bei diesen laufen bereits die Drähte heiß. Der Protest muss außerhalb unserer Gemeinschaft stattfinden.

  6. Wie sieht das jetzt eigentlich bei Replika Vorderladern (VL) aus ?
    Durch die Streichung der Kat. D sind diese ja nun keine erlaubnisfreien Waffen mehr. Die Rechtlage ergibt nun für mich in Bälde, das die VL nun unter die selben Aufbewahrungsvorschriften wie die anderen Waffen fallen, das hieße Aufbewahrung in 0er oder 1er Schränken!
    Und das wäre – ohne Untertreibung – der Todesstoß für die Schwarzpulvergilde in Deutschland !
    Warum?: 1. Kosten: VL Schießen ist noch preiswert, auch viele ältere Herrschaften auch mit schmaleren Geldbeutel sind hier unterwegs.
    2. Größe der Waffen: Es gibt kaum Tresore. in die ich z. Bsp. ein Longrifle oder eine Muskete packen kann.
    3. Anzahl: Ich kenne einige Leute, die mit Begeisterung ( da nicht reguliert) VL sammeln, da kommen schon jeweils mehr als ein Dutzend Kurz – und Langwaffen zusammen – sollen jetzt 5 Stück 0er oder 1er Schränke gekauft werden ????
    Ich hatte meine Bedenken 2018 beim DSB angemeldet – die haben mich auf das vor kurzen noch auf ihrer Webseite zu findende “Gutachten” verwiesen – : alles gut, nichts ändert sich, wird national nicht umgesetzt. Wunschdenken vom Feinsten.
    Und es geht weiter: Vorderlader sollen dorch vorerst nur gemeldet werden, keine Angst, alles wird gut..
    Aber es bleibt dabei: VL sind jetzt keine freien Waffen mehr und es gibt keine gesetzliche Sonderregelung zur Aufbewahrung. Ergo: siehe oben.
    Das war`s wohl, Ihr schwarze Gesellen, bedankt Euch bei bei Eurem
    handzahmen Verband.

    • Die Situation sieht wie folgt aus:

      Nachbauten von antiken Feuerwaffen sind zukünftig erlaubnispflichtig. Für sie gelten demnächst die gleichen Erwerbs- und Aufbwahrungsvorschriften wie für die anderen Feuerwaffen.
      Besitzer von solchen Nachbauten haben ein Jahr Zeit nach in Kraft treten des Gesetzes ihre Nachbauten bei den Behörden zu registrieren, an einen Berechtigten zu überlassen oder bei den Behörden “zu entsorgen”.
      Mich persönlich haben Schwarzpulverschützen in meinem Verein belächelt, als ich ihnen genau diese Zukunft prognostiziert hatte.
      Das gleiche gilt übrigens auch für deaktiviere Schusswaffen. Sie werden mit der Änderung in Kat-C eingeordnet und sind somit nach jetziger Lesart des Gesetzentwurfes ebenfalls Registrier- Erlaubnispflichtig.
      Den Verbände, die bisher immer beruhigend auf ihre Mitglieder eingewirkt haben, fällt jetzt die ganze Geschichte auf die Füße. Und es kann sich keiner raus reden. Diesmal geht es auf breiter Front gegen alles Waffenbesitzer, aber auch Waffenhändler.

  7. Es werden erst noch die Verbände gehört. Die Synapse ist erst der Vorschlag des BMI, bei der noch kein Politiker involviert war…. sehe ich das richtig?
    Insofern ist das Zünglein an der Wage einmal mehr der größte Verband Deutschlands, der DSB. Leider verfolgte dieser in Vergangenheit einen nicht ganz fairen Kurs gegen alle, die dynamische Disziplinen in anderen Verbänden schießen. Nun jedoch wird unser Sport und Hobby auf sehr breiter Front angegriffen! Ich kann nur hoffen, dass “Feindschaften” zwischen Jäger und Sportschützen ebenso ruhen, wie das Verbandsgezänk! Der Appell geht eindeutig in Richtung Einigkeit vor der Frechheit, die bereits vor gut einem Jahr mit der Pflicht der Tresore Klasse 0 (statt S1!) begann und sich nun in der Übererfüllung der EU-Richtlinie fortführt. “So wenig Waffen wie möglich ins Volk!” mag in der DDR durchaus eine legitime Regimeaussage gewesen sein. Ich dachte jedoch wir leben in einer freiheitlichen Gesellschaft, in der Schranken auf faktischer Basis zu legitimieren sind? Was hier gerade geschehen soll, ist ein weiterer Tiefschlag in Eier der Demokratie; Unfair, Unrecht und Applaudiert von Schwachsinnigen, die meinen es beträfe sie nicht… (Bis die hoplophobe Oma ihre 500€ beim Pilzesuchen mit dem Einhandmesser bezahlen muss, dann merkt auch sie: Die spinnen, die da oben!)

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