Gotha – Eine Nachlese

Gotha01Das „Politische Gespräch zu Fragen des Waffenrechts“ vom 31. Mai 2013, wie die federführende Bundestagsfraktion der FDP ihre Veranstaltung in Gotha nannte, fand an einem historisch bedeutsamen Ort statt: Diese Stadthalle mit ihrer schönen klassizistischen Innenausstattung wurde im Jahre 1824 als Schießhaus errichtet und gehört mit ihrer historischen Bausubstanz zu den ältesten Konzert- und Festhallen Deutschlands. Hier fand im Juli 1861 die Gründung des Deutschen Schützenbundes statt, ein Ereignis, das nicht nur schießsportlicher Natur, sondern vor allem auch von politischer Bedeutung im deutschen Einigungsprozess war. 

Ein „Gedankenaustausch“ war in der Einladung angekündigt worden. Entsprechend freimütig und teilweise auch sehr kritisch wurde über den Stand des Waffenrechts in Deutschland, über Erreichtes, aber auch über drohende Verschärfungen und schikanöse Interpretationen des Waffengesetzes seitens der Verwaltungsorgane referiert und diskutiert. So mussten sich die beiden Vertreter der Politik, der FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören und der als Gastgeber fungierende Thorsten Köhler-Hohlfeld, stellvertretender Fraktionsvorsitzende der CDU/FDP-Fraktion im Kreistag Gotha einiges anhören. Mit auf dem Podium saßen BDS-Präsident Friedrich Gepperth, DSB-Vizepräsident Jürgen Kohlheim und der Justitiar des Landesjagdverbands Thüringen, Dr. Wolfgang Müller. Moderiert wurde die Veranstaltung mit großem Sachverstand und politischem Geschick von dem Visier-Redakteur und prolegal-Mitglied Andreas Skrobanek. Den sintflutartigen Regenfällen in Sachsen und Thüringen sowie der etwas kurzfristig angesetzten Einladung war es zuzuschreiben, dass nur etwa achtzig Personen am Freitagabend den Weg in die Stadthalle fanden. Der lebhaft geführten politischen Diskussion zwischen Podium und Gästen tat dies aber keinen Abbruch. Die Gespräche wurden im Anschluss noch bei einem kleinen Imbiss in der historischen Stätte mit Bier und Thüringer Rostbratwürsten fortgeführt. Serkan Tören zeigte sich abschließend sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Veranstaltung: „Ich nehme viele wertvolle Denkanstöße von  hier mit“, sagte er in Bezug auf die Pläne der FDP, in der nächsten Legislaturperiode die Evaluierung des Waffengesetzes voranzutreiben und eine Entrümpelung der Vorschriften und Regularien im Waffenrecht anzustreben.

Dr. David Th. Schiller
Vorstandsvorsitzender

 

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