Sozialministerin Karin Altpeter (SPD) fordert Waffenverbot

Katrin Altpeter (SPD), Quelle Bild: de.wikipedia.org

Auf einer Fachtagung in Bad Boll forderte Frau LM Altpeter am 10. September 2012 ein Totalverbot für großkalibrige Schusswaffen, um den Missbrauch von Schusswaffen durch Kinder und Jugendliche zu verhindern. Zitat: „Die Folgen von Amokläufen sind immer dann am schlimmsten gewesen, wenn die Täter Zugang zu Großkaliberwaffen gehabt hätten.“

Die Antwort von prolegal: 

 

Frau LM Altpeter polarisiert unter Außerachtlassung ihrer Verantwortung als Landesministerin und jeglicher Objektivität, zu der sie als Landesministerin und Politikerin verpflichtet ist. Sie entzieht sich der sachlichen Diskussion durch überzogene Emotionalisierung eines Themas, das die Lücken in unserem gesellschaftlichen Zusammenleben wenige Male, aber sehr schmerzhaft, aufgezeigt hat. So ignoriert sie z.B. die Erkenntnisse von Prof. Herbert Scheithauer, der auf der Fachtagung in Bad Boll ebenfalls als Redner eingeladen war. Er veröffentlichte 2011 zusammen mit Rebecca Bondü die neuesten Forschungsergebnisse zu “Amoklauf und School Shooting” und stellte u.a. fest, dass man bei der möglichen Tat selbst sowie bei den möglichen Tätern und ihrem sozialen Umfeld ansetzen müsse, um weiteren Taten vorzubeugen. Die Verfügbarkeit der Waffe(n) ist eben nicht das Entscheidende, insbesondere, da der illegale Waffenerwerb kaum kontrollierbar sei.

Frau LM Altpeter scheint jedoch weder dieses kleine Buch gelesen zu haben, noch die Medien zu beachten. Im Mai 2012 hatte sich ein Kind in Memmingen kriminell Zugang zu den Schusswaffen seines Vaters verschafft, diese mit in die Schule gebracht und … niemanden verletzt!

Warum?
Wenn der Zugang zu Schusswaffen Amokläufe verursacht, hätte der Junge doch, nach der Logik von Frau LM Altpeter, Amok laufen und jemanden umbringen müssen! ???

Frau LM Altpeter verlangt auch, dass legale Waffenbesitzer bei Aufbewahrungsfehlern vom Verband ausgeschlossen werden sollen. Was soll das bringen? Diese Personen würden lediglich der Aufsicht und Kontrolle durch ihren Verein und ihren Verband entzogen. Eine positive Einflussnahme durch Vereinsmitglieder oder -funktionäre wäre nicht mehr möglich.

Die unerlaubte Überlassung einer Schusswaffe an Nichtberechtigte durch Fehler in der Aufbewahrung ist per Gesetz als Straftat eingestuft. Aber allein das Risiko, dass eine solche Straftat möglich ist, reicht für Frau LM Altpeter bereits aus, um Bürgern, die von Amts wegen überprüft und deren Gesetzestreue und besondere Zuverlässigkeit amtlich bestätigt wurden, ihre Rechte und sogar ihre Grundrechte entziehen zu wollen.

Wann wird sie lebenslange Fahrverbote oder Schlimmeres für alkoholisierte Verkehrssünder, die tatsächlich Menschen verletzt oder gar getötet haben, fordern? Oder ist das mal wieder etwas Anderes? Nein, nein, es wird nur mit unterschiedlichem Maßstab gemessen!

Frau LM Altpeter forderte im Juli 2012 auch die Zwangsmedikation für psychisch Kranke! In welchen Staat leben wir eigentlich? So etwas wollten wir eigentlich nie wieder haben! Scheithauer und Bondü haben in ihren Studien zwar erkannt, dass insbesondere die Absetzung von Psychopharmaka einen erheblichen Einfluss auf Amoktaten hat, aber Zwangsmedikation? Auch hier scheint Frau LM Altpeter die Bürgerrechte der Patienten, die vom Bundesverfassungsgericht bestätigt wurden, nicht anerkennen zu wollen.

Frau LM Altpeter und die SPD in Baden-Württemberg negieren wissenschaftliche Erkenntnisse, missachten offensichtlich die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland und verletzen die Grundrechte gesetzestreuer Bürger, weil sie ideologisch das Bauchgefühl haben, dass „die Welt“ ohne privaten Waffenbesitz sicherer wäre.

prolegal empfiehlt Frau LM Altpeter und Herrn LM Gall sich in der Sache zu informieren und weiterzubilden, um falsche Bewertungen erkennen und Fehldiagnosen vermeiden zu können. Die Bücher des prämierten Kriminologen Prof. Gary Kleck oder auch des Universitätsprofessors für Entwicklungspsychologie Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Herbert Scheithauer geben dazu wertvolle Anregungen.

prolegal -Direktoren haben daraus folgende Erkenntnisse gewonnen:

Können Waffenverbote und Waffenkontrollen Gewalt verhindern?

Ein Thesenpapier zur Debatte um die Verschärfung des Waffenrechts

Autorin: Katja Triebel, September 2012

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