Unsere Freiheit – Unsere Sicherheit

In Zeiten erhöhter Terrorgefahr und der Verrohung der Gesellschaft, in denen Polizisten bei der Durchsetzung des Ordnungsrechts ins Krankenhaus geprügelt werden, versucht die Bundespolitik, flankiert von verschiedenen Anträgen aus dem Bundesrat, der Bevölkerung noch ihre Handlungsfähigkeit vorzugaukeln. Neben der Videoüberwachung des öffentlichen Raumes und der Vorratsdatenspeicherung, die allenfalls nur zur späteren Aufarbeitung und Beweissicherung taugen, versucht man auf EU und Bundesebene durch die Verschärfung des Verwaltungsrechts (dort ist das Waffengesetz angesiedelt) die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit vorzuspielen. Ein schöner Traum, ließen sich Terroranschläge allein dadurch verhindern, dass ein entsprechender Antrag negativ beschieden wird. 

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Französische Waffengesetzverschärfungen erwiesen sich als wirkungslos

Der Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazin „Charlie Hebdo“ und auf einen jüdischen Supermarkt in Paris beherrscht seit  dem 7. Januar die Schlagzeilen und Kommentarspalten der Medien. Die insgesamt drei Täter verfügten über vollautomatische Kalaschnikow- Sturmgewehre, mit denen sie insgesamt 17 Menschen töteten, darunter drei Polizisten – ähnlich wie der französische Syrien-Heimkehrer Mehdie Nemmouche im September 2014 in Brüsseler Jüdischen Museum vier Menschen erschoss.

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Forbes-Artikel zur Sicherheit sog. Smartguns

Werte Unterstützer,

der US-amerikanische Experte für Cybersicherheit Joseph Steinberg (Twitter @JosephSteinberg) hat vor einigen Tagen einen bemerkenswerten Artikel im Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlicht. Er schildert hierbei seine Sicht auf elektronisch blockierbare Waffen.

Wir haben Joseph gefragt, ob wir den Artikel übersetzen und in Deutschland veröffentlichen dürfen und heute kam seine Zustimmung. Es sind einige sehr interessante Punkte aufgeführt, die wichtigsten sind farblich hervorgehoben: 

Warum Sie wegen der neuen „Intelligenten Waffen“ besorgt sein sollten (ob Sie Waffen mögen oder nicht)

Smartguns – soeben marktreif geworden – sind mit einem kleinen Computer ausgestattete Feuerwaffen, welche die Sicherheit im Umgang erhöhen sollen, indem sie nur einer autorisierten Person oder Gruppe das Abfeuern ermöglichen und in einigen Fällen sogar sicherstellen sollen, dass man lediglich auf nicht-lebendige Ziele feuern kann.

Ich zweifle nicht daran, dass Unterstützer dieser Technologie Unfälle und Gewalttaten reduzieren möchten. Dieses Ziel verfolge auch ich stark. Aber ist die Smartgun-Technologie wirklich schon bereit, die große Bühne zu betreten? Oder erzeugen diese Waffen Angriffspunkte, welche neue, ernsthafte Sicherheitsprobleme ergeben – egal ob für den Besitzer oder für Unbeteiligte?

Meine Gedanken konzentrieren sich hierbei auf den Bereich, in welchem ich Erfahrung habe: Computerbezogene Risiken der „intelligenten Technologie“, die in Waffen eingesetzt wird sowie die Risiken, die daraus für Menschen entstehen. Die scheinbar niemals enden wollende Debatte über Waffenkontrolle überlasse ich hierbei Anderen.

Trotzdem muss hier gesagt werden, dass die Debatte über Smartguns landesweit einen großen Einfluss haben kann. Der Bundesstaat New Jersey verfügte bereits, dass gewöhnliche Feuerwaffen an Zivilisten in dem Moment nicht mehr verkauft werden dürfen, in dem Smartgun-Technologie verfügbar sein wird. Ein Senator wollte in Washington gar ein Gesetz einbringen, das bundesweit für noch striktere Regelungen gesorgt hätte, da hierbei nicht nur alle in den USA importierten, hergestellten und verkauften Waffen „intelligent“ zu sein hätten, sondern zusätzlich alle bereits in ziviler Hand befindlichen Waffen hiermit umgerüstet werden müssten. Während die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Idee zu einem Gesetz wird, wohl gegen null geht, werden Gesetzgeber bei den Smartguns wohl keine Ruhe geben.

Smartguns sollen angeblich für jeden die Sicherheit erhöhen. Technische Mängel in der ersten Generation machen die Sache allerdings komplexer. Während nicht jeder unten erwähnte Punkt auf jedes Smartgun-Modell bezogen sein muss, ergeben sich in der Summe gute Gründe zur Sorge:

1. Elektronische Geräte benötigen eine Energiequelle, hier machen auch Smartguns keine Ausnahme. Ohne Strom kann man sie nicht abfeuern. Eine Person, die im Begriff ist, zur häuslichen Selbstverteidigung eine Waffe zu benutzen, könnte sich in ernsthafte Gefahr begeben, falls sie beim Zielen auf den bewaffneten Einbrecher feststellen muss, dass die Batterien leer sind. Generell ist es nicht sinnvoll, eine Notfallausrüstung, welche ursprünglich ohne Strom auskam, jetzt von diesem abhängig zu machen. Wie viele Brandschutzbestimmungen erlauben wohl Feuerlöscher, die nicht ohne Batterie benutzt werden können? Bevor man also Smartguns für zuverlässig halten kann, müssen gegen dieses Problem Maßnahmen ergriffen werden. Die Anzeige einer zur Neigung gehenden Batterie wird nicht ausreichen, da viele Besitzer ihre Waffen nicht täglich mit sich führen, verschlossen aufbewahren und auch nicht regelmäßig überprüfen. Sie Werden die Warnmeldung nicht sehen, ehe es zu spät ist.

2. Computer unterliegen Fehlfunktionen und auch die Authentifizierungstechnologie ist nicht fehlerlos. Legal bewaffnete Bürger könnten bei einer Fehlfunktion getötet werden, während sie sich oder ihre Familien bei einem Einbruch oder einer Vergewaltigung schützen wollen. Während Einige hier anführen, dass auch herkömmliche Waffen gelegentlich eine Störung haben, ergibt sich bei Smartguns eine ganz neue Dimension möglicher Fehlerquellen. Zusätzlich dauert es üblicherweise sehr viel länger, ein technisches Problem auszuschalten als eine störende Feuerwaffe wieder einsatzbereit zu machen: Ein erfahrener Besitzer kann eine verklemmte Waffe normalerweise binnen Sekunden wieder einsatzbereit machen, während selbst Experten eine abgestürzte Elektronik kaum in dieser Zeit neu starten können. Es schaudert einen beim Gedanken, dass ein Polizist seine Waffe „neu starten“ müsste oder sich nicht richtig authentifizieren kann, während er sich in einem Schusswechsel befindet.

3. Wenigstens eine – inzwischen erhältliche – Smartgun verlangt von Ihrem Besitzer das Tragen einer speziellen Uhr. Die Waffe kann nur abgefeuert werden, wenn sie sich in kurzer Entfernung zur Uhr befindet. Während dies in einigen Situationen einen gewissen Schutz bieten kann, wird es das in anderen Situationen eher nicht: Diese Funktion wird kaum einen Verbrecher abhalten, jemandem die Waffe abzunehmen und diesen aus nächster Distanz zu beschießen (solange die Waffe den Bereich der Uhr nicht verlassen hat) oder einen Ganoven abhalten, Waffe samt Uhr zu stehlen. Die Verpflichtung, zwei Gegenstände benutzen zu müssen, um sich zu authentifizieren, ist generell eine große Verbesserung der Sicherheit. Im Einsatzfall erst eine PIN-Nummer in die Uhr eingeben zu müssen, zielt auf diese Idee ab, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass der legitime Besitzer unter Umständen nicht schnell genug seine Waffe einsatzbereit bekommt. Wie gut wird man eine PIN-Nummer eintippen können, wenn man sich in Todesangst befindet? Was passiert, wenn eine Polizistin in einem Notfall die Waffe ihres Kollegen benutzen muss?

4. Einige neu erscheinende Smartguns nutzen Biometrie, allerdings benötigt Biometrie eine gewisse Zeit für die Authentifizierung des Nutzers und ist oft ungenau, vor allem wenn der Nutzer in einer Zwangslage ist wie fast immer, wenn er eine Waffe ziehen muss. Noch dazu sind Fingerabdruckleser und andere biometrische Sensoren fehleranfällig, wenn der Nutzer schwitzt, zittert oder gar blutet. Authentifizierungsfehler könnten für unschuldige Menschen den Tod bedeuten, wenn man gerade seine Familie beschützen möchte. Ein weiteres Problem hierbei ist, dass ein Gauner, der die Waffe entwendet hat, die dazu passenden Fingerabdrücke praktisch überall auf der Waffe findet. Dieses Problem habe ich bereits früher in Zusammenhang mit Fingerabdrucklesern in Smartphones erläutert.

5. Wie ich bereits in einem früheren Artikel ausführte, könnten Smartguns dafür anfällig sein, von der Regierung nachverfolgt oder blockiert zu werden. Wie schwierig wäre es wohl für die Regierung, den Hersteller zum Einbau einer Funktion zu zwingen, welche dies ermöglichen würde? Bevor wir diesen Gedanken als schräge Paranoia zur Seite wischen, sollten wir uns klar machen, dass die US-Regierung angeblich Schadsoftware in tausenden Netzwerken installiert und Spionagechips in Computer hat einsetzen lassen. Sie hat zugegeben, ihre eigenen Bürger auszuspionieren, hat vermutlich Technologiekonzerne gehindert, diese Spionage gegenüber den Bürgern zuzugeben und ist zusätzlich dafür bekannt, Waffen aus den Augen zu verlieren, deren Verbleib eigentlich verfolgt werden sollte. Sollten Bürger nun tatsächlich darauf vertrauen, dass diese Regierung ihre Waffen nicht kontrollieren möchte? Sind Waffen weniger wichtig in der Nachverfolgung als Telefonate? (Während Nachverfolgungschips theoretisch auch in herkömmlichen Waffen untergebracht werden können, um eine kurzzeitige Verfolgung oder eine auf bestimmte Orte beschränkte Kontrolle zu ermöglichen, ergeben sich durch eine Energiequelle in der Smartgun ganz andere Möglichkeiten der Nachverfolgung.)

6. Smartguns könnten gehackt werden! Selbst ohne eingebaute Tracking- oder Störfunktionen können auf Funkwellen beruhende Smartguns – wie das oben erwähnte Waffe-Armbanduhr-Paar – aus der Distanz gestört werden. Das ist keine Erfahrung, die ein Polizist oder ein ziviler Waffenbesitzer machen möchte, wenn er einem mit einem „Jammer“ ausgerüsteten Ganoven gegenübersteht. Regierungen könnten von der Möglichkeit profitieren, zivile Waffen „auszuschalten“ und Verbrecher davon, Dienstwaffen der Behörden zu blockieren.

7. Jede Einrichtung, die eine Waffe von der Schussabgabe auf ein nicht speziell markiertes Ziel abhält – ein Merkmal, welches einige neue Smartguns bieten sollen – machen die Waffe wohl sicherer in Bezug auf die häusliche Aufbewahrung, verhindern allerdings die Möglichkeit, sich mit dieser Waffe zur Wehr zu setzen.

8. In einigen Situationen könnten Smartguns die Sicherheit sogar verschlechtern. Wenn unvollständige oder unzureichende Sicherheitsmerkmale mit großem Tamtam eingeführt werden, neigen Menschen dazu, sich auf diese zu verlassen. Hierbei entsteht eine Anfälligkeit für Unfälle. In der Welt der Informationssicherheit sehen wir dies weltweit: Wie viele Menschen haben schon Software, Spiele oder Musik aus unbekannten Quellen heruntergeladen, weil sie sich auf ihren Virenscanner verlassen haben? Übertragen auf Waffen: Kennen wir nicht alle die Geschichten über Unfälle mit Schusswaffen, weil jemand sich auf die eingebaute Sicherung verlassen hat, die allerdings doch nicht eingelegt war? Ob Menschen mit solchen Waffen, bei denen sie von einer Nichtbenutzbarkeit durch Unbefugte ausgehen, bei Lagerung, Transport und Führen eventuell nicht so vorsichtig sind wie bei herkömmlichen Schusswaffen, bleibt abzuwarten. Die Einführung von Sicherheitsmerkmalen ist nur dann „smart“ wenn diese garantiert immer funktionieren oder wenn den Nutzern eindeutig klar gemacht wird, sich nicht auf diese zu verlassen. Dies wird allerdings nicht passieren, wenn die Massenmedien weiterhin die Smartguns als perfekte Waffe wie aus einem James Bond-Film darstellen.

9. In manchen Situationen müssen Schusswaffen auch durch Fremde benutzbar sein. Zum Problem wird es beispielsweise für Polizisten, die im Notfall nicht die Waffe ihres Kollegen nutzen können. Das Konfigurieren von Smartguns in polizeilichen oder militärischen Umgebungen wird also nicht einfach sein, da jede einzelne Waffe ständig auf dem aktuellen Stand sein muss. Dies birgt die Gefahr schlimmer, wenn nicht gar tödlicher Fehler. Unternehmen nutzen robuste, gut entwickelte Zugangsschutzsysteme nicht grundlos – selbst wenn es dabei um wesentlich weniger gefährliche Dinge als Schusswaffen geht.

10. Schusswaffen müssen sich zur Reinigung und Wartung zerlegen lassen können. Ein Grundsatz der Informationssicherheit lautet, dass jeder, der physischen Zugriff auf ein System hat, dessen Sicherheit aushebeln kann. Smartgun-Hersteller müssen nachweisen, dass kriminelle Smartgun-Diebe diese nicht so modifizieren können, dass sie auch mit reaktiviertem oder entfernten Sicherheitsmodul funktionieren. Ebenso, dass die Waffe trotz des nicht möglichen Zugangs zu den mechanischen Teilen langfristig zuverlässig funktionieren wird.

Einige der oben genannten Mängel könnten in Zukunft behoben werden. Andere werden weiter bestehen, könnten aber hinnehmbar sein, wenn die Smartgun-Technologie ausreichend entwickelt, nützlich und zuverlässig sein wird. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen allerdings noch große Zweifel.

Am deutlichsten werden die solche Smartguns begleitenden Mängel wohl durch die Tatsache, dass die Behörden nicht auf diese wechseln. Viele Polizistinnen und Polizisten haben Kinder daheim und dadurch ein nachvollziehbares Verlangen, dass Schusswaffen nur durch Befugte abgefeuert werden können. Genauso sehen sie sich im Einsatz mit Verbrechern konfrontiert, die versuchen könnten , ihnen die Waffe abzunehmen. Trotzdem hat bis heute keine Behörde auf Smartguns umgestellt. Das oben erwähnte Gesetz in New Jersey nimmt Behörden sogar explizit aus. Die Ablehnung der Behörden gegenüber diesen sogenannten „sichereren Produkten“ ist äußerst bezeichnend: Wenn Berufswaffenträger nicht auf Smartguns vertrauen, warum bitte sollten dann Zivilisten dies tun?

Ironischerweise könnte der Versuch der Gesetzgeber, Smartgun-Technologie vorzuschreiben, sogar zu mehr Toten durch Waffenunfälle führen, da die Herstellung tatsächlich sichererer und „smarterer“ Waffen verzögert wird. Die Waffenhersteller, die einen gewaltigen Gewinn durch den Verkauf herkömmlicher Waffen machen, haben gute Gründe, keine Smartguns zu entwickeln, wenn dadurch ihre herkömmlichen Schusswaffen unverkäuflich werden. Genau dies wird ja geschehen, wenn sich Gesetze wie das oben beschrieben aus New Jersey durchsetzen. Gleichermaßen erzeugen solche Gesetze eine gute Motivation für Waffenrechtsaktivisten, gegen Forschung und Entwicklung sowie den Verkauf dieser Waffen in den USA vorzugehen. Das Gesetz von New Jersey wurde bereits vor über zehn Jahren erlassen. Dies könnte zumindest teilweise erklären, warum wir bei den meisten Schusswaffenherstellern keine Angebote für Smartguns finden können.

Ein wesentlich besseres Vorgehen, als neue Gesetze zu schaffen, wäre wohl, den Markt für Schusswaffen (der in den USA mit allen Vor- und Nachteilen riesig ist) sich selbst zu überlassen und dadurch die Hersteller zur Entwicklung sichererer Waffen zu motivieren. Die Forschung fördern. Erfinderwettbewerbe. Anreize erhöhen. Würden Smartguns entwickelt, die ausreichend zuverlässig und gleichzeitig sicherer als herkömmliche Schusswaffen wären, würden die Menschen diese auch haben wollen. Die Behörden würden mit der Beschaffung beginnen und auch Zivilisten würden deren Gesuch nachkommen.

Das ist dann ein Weg, der unser Land für jeden sicherer macht.

 

für das Direktorium

Jan H. Schwerdt
stellv. Vorsitzender

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NRA Pressekonferenz zu Newtown vom 21.12.2012

Wir von prolegal e.V. haben am Freitag, den 14.12.2012, mit Bestürzung die Nachricht von der schrecklichen Bluttat in der Sandy Hook Grundschule in Newtown, Connecticut, USA, erfahren, bei der 26 Menschen ihr Leben verloren, darunter 20 Kinder im Alter von 6-7 Jahren.  

Den Eltern, Geschwistern und Verwandten der getöteten Kinder und Lehrer drücken wir unser zutiefst empfundenes Mitgefühl aus und wünschen ihnen, dass sie alle Hilfe bekommen, um diesen tragischen Verlust zu verarbeiten.

Mit großem Befremden mussten wir aber auch feststellen, dass nicht nur in den USA  sondern auch hier in Deutschland diese Tat von bestimmten Politikern und den Medien sofort für ihre Zwecke ausgenutzt wurde, obwohl noch keine Hintergründe zum Täter und dem Tatmotiv bekannt waren und die Hinterbliebenen noch unter Schock standen.   

Erst eine Woche nach der Tat hat die National Rifle Association Stellung zu der Tat und den Forderungen nach einem schärferen Waffengesetz in den USA bezogen.

Das, was der stellvertrende Vorsitzende der NRA Wayne LaPierre sagte, ist für deutsche Verhältnisse ein Tabubruch, aber in Auszügen sehr wohl auf Deutschland anwendbar.
La Pierre hat während der Pressekonferenz die anwesenden Journalisten teilweise direkt angesprochen und ihnen seinen Unmut zum Ausdruck gebracht.

Das Wortprotokol der Pressekonferenz ist in Englisch auf der Homepage der NRA abrufbar.

Da wir aus Erfahrung wissen, dass die Medien Sachen gern aus dem Zusammenhang reißen und selbst durch falsche Übersetzungen Eindrücke verfälschen, hat prolegal sich veranlasst gesehen, den vollständigen Text der Presse-Erklärungen zu übersetzen und hier zu veröffentlichen.

 

WAYNE LAPIERRE

Die 4 Millionen Mütter, Väter, Söhne und Töchter der NRA sind vereint mit dem Rest der Nation in dem Horror, der Empörung, der Trauer und den innigen Gebete für die Familien von Newtown, Connecticut … welche diesen unbegreiflichen Verlust durch dieses unsägliche Verbrechen erleiden mussten.  

Aus Respekt vor den trauernden Familien, und bis zum Bekanntwerden der Fakten, hat sich die NRA eines Kommentars enthalten. Während wir respektvoll geschwiegen haben, versuchten andere diese Tragödie für ihre politischen Ziele auszunutzen.

Jetzt aber müssen wir und für die Sicherheit unserer Kinder zu Wort melden. Bei all der Wut und dem Zorn, die in der letzten Woche gegen uns gerichtet wurden, hat keiner – aber auch niemand  —  die unmittelbar drängendste und wichtigste Frage gestellt: Wie schützen wir unsere Kinder genau jetzt, ab heute, auf eine Weise, von der wir wissen, dass siefunktioniert

Die einzige Möglichkeit, diese Frage zu beantworten ist der Wahrheit ins Gesicht zu  schauen. Politiker verabschieden Gesetze für waffenfreie Schulen. Sie prahlen damit in ihren Pressemitteilungen. Sie drucken Schilder, die diese Zonen für jeden kennzeichnen.

Und damit signalisieren sie allen wahnsinnigen Mörder in Amerika, dass Schulen für sie der sicherste Ort sind an dem sie mit minimalem Risiko maximales Unheil anrichten können.

Wie konnten die Prioritäten unserer Nation so durcheinander geraten?  Überlegen sie mal. Wir sorgen uns um unser Geld, so dass wir unsere Banken mit bewaffneten Wachen schützen.  Amerikanische Flughäfen, Bürogebäude, Kraftwerke, Gerichtsgebäude — sogar Sportstadien — sind alle durch bewaffnete Sicherheitskräfte geschützt.

Wir sorgen uns um den Präsidenten, so dass wir ihn mit bewaffneten Geheimdienst-Agenten schützen. Mitglieder des Kongresses arbeiten in Büros, umgeben von bewaffneten Polizisten.

Doch wenn es um die am meisten geliebten, unschuldigsten und verletzlichsten Mitglieder amerikanischer  Familien – unsere Kinder – geht, dann lassen wir als Gesellschaft sie völlig wehrlos, und die Monster und Mörder dieser Welt wissen das und nutzen es aus. Das muss sich  jetzt ändern!

Die Wahrheit ist, dass es in unserer Gesellschaft eine unbekannte Anzahl von echten Monstern gibt – Menschen, die so gestört, so böse, so besessen von Stimmen und getrieben von Dämonen sind, dass kein vernünftiger Mensch sie jemalsverstehen kann. Sie sind unter uns, jeden Tag. Und glaubt irgendjemand wirklich, dass der nächste Adam Lanza, nichtschon seinen Angriff auf eine Schule, die er sich bereits ausgeguckt hat, plant?

Wie viele weitere Nachahmer warten in ihren Startlöchern auf ihren Moment des Ruhmes — Ruhm, den sie suchen, und mit dem sie von den Medien in vollem Umfang belohnt werden – und dabei andere animieren, auch Berühmtheit zu erlangen?

Ein Dutzend weiterer Mörder? Hundert? Mehr? Wie können wir überhaupt erahnen, wie viele es sind, angesichts unserer Weigerung eine aktive nationale Datenbank psychisch Kranker zu erstellen?

Und Tatsache ist, das würde nicht einmal ansatzweise die viel größere und tödlichere Menge Krimineller betreffen: Mörder, Räuber, Vergewaltiger und Mitglieder von Drogenbanden, die sich wie Krebs in jeder Gemeinde in diesem Land ausgebreitet haben. Unterdessen ist die bundesweite Waffen-Strafverfolgungen um 40 % gesunken – auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren.

Jetzt, aufgrund der abnehmenden Bereitschaft der Strafverfolgung gefährlicher Krimineller steigt die Zahl der Gewaltkriminalität zum ersten Mal seit 19 Jahren! Warten Sie noch auf einen weiteren Hurrikan, Terroranschlag oder eine andere natürliche oder vom Menschen verursachte Katastrophe, und sie haben ein Rezept für einen nationalen Albtraumvon Gewalt und Viktimisierung.

Hier ist eine weitere kleine, schmutzige Wahrheit, bei der die Medien ihr Bestes tun um sie zu verbergen: Es gibt in diesem Land eine ruchlose, korrupte und korrumpierende Schattenindustrie, die Gewalt gegen das eigene Volk sät und verkauft.

Durch bösartige, gewalttätige Videospiele mit Namen wie „Bulletstorm“, „Grand Theft Auto“, „Mortal Kombat“ und „Splatterhouse“. Und hier ist noch eins: es heißt „Kindergarten Mörder“.

Es ist seit zehn Jahren online. Wie kommt es, dass meine Forschungsabteilung das finden konnte und Ihr konntet dies entweder nicht, oder wolltet Ihr niemanden wissen lassen, dass Ihr es kennt?

Dann gibt es die bluttriefenden Slasher-Filme wie „American Psycho“ und „Natural Born Killers“, die wie Propaganda-Schleifen auf  „Splatterdays“ und auch an jedem anderen Tag ausgestrahlt werden und tausende Musikvideos, die menschliches Leben als einen Witz und Mord als eine Lebensweise darstellen. Und dann haben Sie die Frechheit und nennen es „Unterhaltung.“

Aber ist es das wirklich? Ist darüber zu fantasieren, Leute zu töten, um einen Kick zu bekommen, nicht eine dreckige Form der Pornographie? In ihrem Rennen um das dreckigste Niveau konkurrieren die Medienkonzerne darum unsere Normen zu erschüttern, zu verletzen und ad absurdum zu führen, indem sie eine immer giftigere Mischung aus rücksichtslosem Verhalten und krimineller Grausamkeit in unsere Wohnzimmer bringen — in jeder Minute an jedem Tag des Monats eines jeden Jahres.

Ein Kind das in Amerika aufwächst wird bis zu seinem 18. Lebensjahr  Augenzeuge von 16.000 Morden und 200.000 Gewalttaten.

Am meisten davon durch unsere nationalen Medien … ihrer Firmeneigentümer… und ihre Aktionäre… fungieren als stille Aktiverer, wenn nicht sogar als mitschuldige Mitverschwörer. Anstatt ihren eigenen moralischen Verfehlungen ins Gesicht zu sehen, verteufeln die Medien rechtmäßige Waffenbesitzer, verstärken ihre Rufe nach weiteren Gesetzen und liefern der Debatte Fehlinformationen und fehlgeleitete Ideen, die sinnvolle Maßnahmen nur verzögern, die aber garantieren, dass die nächste schreckliche Tat nicht weit entfernt ist.

Die Medien nennen halbautomatische Feuerwaffen „Maschinengewehre“ — sie behaupten diese zivilen halbautomatischen Feuerwaffen werden vom Militär verwendet, und sie erzählen uns, dass die .223 Patrone eines der mächtigsten Gewehrkaliber ist. Alle diese Behauptungen sind sachlich falsch…    Sie wissen nicht, worüber sie reden! 

Schlimmer noch, verewigen sie die gefährliche Vorstellung, dass ein weiterer Waffen-Bann — oder ein weiteres Gesetz den gesetzestreuen Bürgern auferlegt — uns schützt, wo 20.000 andere bereits versagt haben!

So tapfer und selbstaufopferungsvoll die anwesenden Lehrer auch waren, so schnell, professionell und gut ausgebildet die eingreifenden Polizisten auch waren, als sie eintrafen: Sie waren – ohne eigenes Verschulden – nicht in der Lage, den Täter zu stoppen. 

Als Eltern tun wir alles, um unsere Kinder zu schützen. Jetzt ist für uns die Zeit gekommen, Verantwortung für die Sicherheit in den Schulen zu übernehmen. Die einzige Möglichkeit, ein Monster vom Töten unsere Kinder abzuhalten, ist selbst einen Beitrag zu leisten und mit an einem Plan des absoluten Schutzes zu arbeiten. Das einzige, was einen bösen Menschen mit einer Waffe aufhält, ist ein guter Mensch mit einer Waffe. Hätten Sie lieber das bei ihrem Notruf ein guter Mensch mit einer Waffe eine Meile entfernt ist… oder eine Minute?

Nun, ich kann mir die schockierenden Schlagzeilen vorstellen, die Sie morgen früh drucken werden: Sie werden behaupten „Mehr Waffen sind die Antwort der NRA auf alles!“ Ihre Folgerung wird sein, dass Waffen böse sind und keinen Platz in der Gesellschaft haben, noch viel weniger in unseren Schulen. Aber wann ist das Wort „Waffe“ automatisch ein schlechtes Wort geworden?

Eine Waffe in den Händen eines Geheimdienst-Agenten, der den Präsidenten schützt, ist kein schlechtes Wort. Eine Waffe in den Händen eines Soldaten zum Schutz der Vereinigten Staaten ist kein schlechtes Wort. Und wenn Sie morgens um 3:00 Uhr das Fensterglas in ihrem Wohnzimmer brechen hören und den Notruf wählen, dann können sie nicht innig genug beten, dass ein guter Mensch mit einer Waffe in der Hand schnell genug zu Ihrem Schutz eintrifft. 

Warum ist die Idee einer Waffe gut, wenn sie verwendet wird, um unseren Präsidenten oder unser Land oder unsere Polizei zu schützen, aber schlecht , wenn sie verwendet wird, um unsere Kinder in ihren Schulen zu schützen?

Es sind unsere Kinder. Es ist unsere Verantwortung. Und es ist nicht nur unsere Pflicht, sie zu schützen – es ist unserRecht, sie zu schützen.

Nach der Tragödie von Virginia Tech vor fünf Jahren, als ich sagte, wir sollten bewaffnete Sicherheitskräfte in jede Schule bringen, nannten mich die Medien verrückt. Aber was, wenn Adam Lanza, als er seinen Weg in die Sandy Hook Grundschule am vergangenen Freitag begann, zuerst mit qualifizierten und bewaffneten Sicherheitskräfte zusammengestoßen wäre?

Werden sie wenigstens zugeben, dass es möglich sei,dass 26 unschuldige Leben hätten verschont  werden  können? Ist das so abstoßend, das sie lieber die Alternative riskieren?

Ist die Presse und die politische Klasse hier in Washington so von Angst und Hass auf die NRA und Amerikas Waffenbesitzer angefüllt, dass Sie bereit sind eine Welt zu akzeptieren, in der echter Widerstand gegen böse Monster eine einsame, unbewaffnete Schulleiterin darstellt, die ihr Leben zum Schutz der Kinder in ihrer Obhut verliert? Niemand — unabhängig von persönlichen oder politischen Einstellungen — hat das Recht, dieses Opfer zu verlangen.

Meine Damen und Herren, es gibt keine national einheitliche Lösung zum Schutz unserer Kinder. Aber dieser Präsident hat die Schul-Notfall-Planungen im Haushaltsplan des Vorjahres auf null gefahren und die polizeilichen Zuschüsse „Sichern unserer Schulen“ im Haushalt des nächsten Jahres  gestrichen.

Mit all der Auslandshilfe, mit all dem Geld im Bundeshaushalt  können wir uns es nicht leisten,  in jeder Schule einen Polizisten einzusetzen? Selbst wenn sie das täten, haben die Politiker nicht die Aufgabe — und keine Autorität — uns das Recht, die Fähigkeit oder die moralische Notwendigkeit zu verweigern, uns und unsere lieben vor Schaden zu schützen.

Nun, die National Rifle Association weiß, dass es Millionen von qualifizierten, aktiven und pensionierten Polizisten gibt, aktive Reservisten und ehemalige Militärangehörige,  Sicherheitsexperten,  zertifizierte Feuerwehrleute und Rettungspersonal  und ein außergewöhnliches Korps patriotischer, ausgebildeter und qualifizierter Bürger, die gemeinsam mit Beamten der örtlichen Schule und der Polizei bei der Konzipierung eines Schutzprogramms für jede Schule helfen können. Wir können sie einsetzen, um unsere Kinder zu schützen. Wir können Amerikas Schulen sofort sicherer machen – unter Berufung auf die tapferen Männer und Frauen von Amerikas Polizeikräften. 

Die Budgets unserer lokalen Polizeibehörden sind knapp und Ressourcen sind begrenzt, aber deren Engagement und Mut sind unübertroffen und können sofort eingesetzt werden kann. 

Ich fordere den Kongress heute auf, unverzüglich zu handeln, um alles Geeignete zu bewilligen was nötig ist, um bewaffneten Polizisten in jede Schule zu setzen – und es jetzt tun, um sicherzustellen, dass die Sicherheitsdecke vorhanden ist, wenn unsere Kinder im Januar wieder zur Schule gehen. 

Bevor der Kongress zusammentritt, bevor wir mit einer langwierigen Debatte über Gesetzgebung, Regularien oder was auch immer beginnen, müssen wir, bevor unsere Kinder nach den Ferien in die Schulen zurückkehren, an jeder einzelnen Schule in Amerika ein Schutzprogramm erarbeitet haben — und damit meine ich bewaffnete Sicherheit

Jetzt, heute, sollte jede Schule in den Vereinigten Staaten Treffen mit den Eltern, den Schulleiter, den Lehrer und lokalen Behörden planen — und jede verfügbare Ressource nutzen — um einen Schutzgürtel um unsere Kinder zu errichten. Jede Schule wird eine andere Lösung haben, basierend auf seiner eigenen, einzigartigen Situation. 

Jede Schule in Amerika muss unverzüglich die erforderlichen Mittel benennen, beschaffen und bereitstellen um diese Sicherheitskräfte jetzt in Stellung bringen. Und die National Rifle Association, seit 50 Jahren als Amerikas herausragender Ausbilder für das Personal von Strafverfolgungsbehörden und Sicherheitsdienste bekannt, ist bereit, willens und bestens qualifiziert zu helfen.

Unsere Ausbildungsprogramme sind die fortschrittlichsten in der Welt. Dieses Know-how muss zum Schutz unserer Schulen und unsere Kinder jetzt beitragen. Wir taten dies für die Rüstungsindustrie und die Militäreinrichtungen des Landes während des Zweiten Weltkriegs, und heute tun wir es für unsere Schulen.

Die NRA wird ihr ganzes Wissen, Engagement und Ressourcen einbringen, um ein Modell des „National School Shield Emergency Response Program“ für jede Schule zu entwickeln, die es haben will. Von bewaffneten Sicherheitskräften, Gebäudesystemtechnik und Entwicklung von Zugang- und Informationstechnologie für Studenten und Lehrer wird dieses vielfältige Programm von den besten Experten auf ihrem Gebiet entwickelt.

Der ehemalige Kongressabgeordnete Asa Hutchinson wird diese Bemühungen als nationaler Direktor des „National School Shield Emergency Response Program“ leiten, mit einem Budget, das von der NRA für die geforderte Aufgaben zur Verfügung gestellt wird. Seine Erfahrung als US-Staatsanwalt, Direktor der Anti-Drogenbehörde und Staatssekretär des Department of Homeland Security, werden ihm behilflich sein die bestmöglichen ausgewiesenen und verfügbaren Experten anzuwerben, damit dieses Programm vom ersten Tag an vorwärts kommt.

Wenn wir unsere Kinder wirklich mehr als unser Geld oder unsere Promis wertschätzen, müssen wir Ihnen den größtmögliche Schutz und Sicherheit bieten, der nur mit anständig geschulten — bewaffneten — guten Menschen möglich ist. 

Unter Asas Führung wird dieses Team der Sicherheitsexperten dies zu dem besten Programm in der Welt mache, das unsere Kinder in den Schulen beschützt, und wir machen das für jede Schule in Amerika kostenfrei

Dies ist ein Aktionsplan der einen echten positiven Unterschied in der Sicherheit unserer Kinder machen kann, und wird — ab sofort.

Später ist Zeit vorhanden für Gespräch und Diskussion. Jetzt ist die Zeit, jetzt ist der Tag für entschlossenes Handeln.

Wir können nicht auf das nächste unsägliche Verbrechen warten, bevor wir handeln. Wir können keine wertvolle Zeit in Gesetzgebungsdebatten verlieren, die nicht funktionieren. Wir dürfen nicht erlauben, dass politische oder persönliche Vorurteile uns entzweien. Wir müssen jetzt handeln. 

Aus Gründen der Sicherheit eines jeden Kindes in Amerika appelliere ich an alle Eltern, jeden Lehrer, jeden Schulleiter und jeden Strafverfolgungsbeamten hierzulande im National School Shield Programm teilzunehmen und unsere Kinder auf die einzige Art der positiven Verteidigung zu schützen, die getestet wurde und nachweislich funktioniert.

Und jetzt möchte ich Ihnen den Leiter dieser Bemühungen vorstellen, den ehemaligen Kongressabgeordneten, ehemaligen US-Staatsanwalt der westlichen Bezirke von Arkansas und ehemaliger Direktor der Anti-Drogenbehörde, den ehrenwerten Asa Hutchinson.

 

ASA HUTCHINSON 

Vielen Dank, Wayne

Eine der ersten Verantwortungen, die ich bei Homeland Security gelernt habe, war die Bedeutung des Schutzes kritischer Infrastrukturen unseres Landes, und es gibt nichts Kritischeres im Wohlbefinden unserer Nation als die Sicherheit unserer Kinder. Sie sind die Zukunft dieses Landes und ihre kostbarste Ressource. 

Wir alle wissen, dass unsere Kinder in der Schule sicher sein sollten, aber es auch wichtig ist, dass die Eltern Vertrauen in die Sicherheit haben. Aufgrund der Tragödie in Newtown, Connecticut ist dieses Vertrauen zerbrochen. Die Sicherheit in den Schulen muss mit großer Dringlichkeit wiederhergestellt werden.

Deshalb bin ich dankbar dass die NRA mich fragte, ein Team von Sicherheitsexperten zu leiten, das unsere Schulen, Eltern und Gemeinden unterstützt. Ich nahm diese Aufgabe unter einer Bedingung an: Dass mein Expertenteam unabhängig sein wird und ausschließlich dadurch geleitet wird, was die beste Sicherheitslösung für unsere Kinder sein wird, während sie in der Schule sind.

Obwohl wir gerade begonnen haben, stelle ich mir zwei wesentliche Aspekte dieser Initiative vor: Erstens, sie beruht auf einem Sicherheitsplan-Modell — eine umfassende Strategie für die Sicherheit in der Schule, basierend auf den neuesten, modernsten technischen Informationen von führenden Experten auf ihrem Gebieten.

Dieses Sicherheitsplan-Modell wird als Vorlage dienen — eine Reihe von erfolgreichen Praktiken, Grundsätze und Leitlinien, die jede Schule in Amerika bei Bedarf optimieren kann, und auf ihre Bedürfnisse zuschneidern kann.

Jede Schule und Gemeinde ist anders, aber dieses Sicherheitsplan-Modell erlaubt jeder Schule aus verschiedenen Komponenten eine eigene Schul-Sicherheitsstrategie zu entwickeln, die zu ihr passt, egal ob es sich um eine große städtische Schule, einer kleinen ländlichen Schule oder irgendetwas dazwischen handelt.

Bewaffnetes, ausgebildetes und qualifiziertes Schul- Sicherheitspersonal wird ein Element dieses Plans sein, aber beileibe nicht das einzige. Wenn sich eine Schule entscheidet, dass sie keine bewaffneten Sicherheitsleute benötigt oder haben möchte, dann ist das natürlich eine Entscheidung, die von den Eltern dort getroffen werden muss.  

Der zweite Aspekt wird sein, dass dieses Programm nicht von der Unterstützung lokaler Behörden oder der Bundesregierung abhängig sein wird. Stattdessen werden örtliche Freiwillige eingesetzt, die ihre Gemeinde unterstützen wollen.

In meinem Heimatstaat Arkansas war mein Sohn ein Freiwilliger einer lokalen Gruppe namens „Watchdog-Dads“, die ihre Zeit investierten, an Schulen und Spielplätzen zu patrouillieren und ein Maß an Sicherheit zu bieten.

Egal, ob ehemaliger Polizist, ehemaliger Militärangehöriger oder Rettungspersonal, ich glaube, es gibt in diesem Land in jeder Gemeinde Leute, die dankbar wären, wenn ihnen jemand das Training und die Zertifizierung anbietet, um dies zu tun. 

Die National Rifle Association ist der natürliche und offensichtliche Partner, um dieses Programm zu fördern. Ihre Programme zur Waffensicherheit, Schützen- und Jägerausbildung setzen seit einem Jahrhundert die Standards. In den letzten 25 Jahren brachte ihr „Eddie Eagle Gunsafe Program“ mehr als 26 Millionen Kindern bei, dass echte Waffen kein Spielzeug sind und heute sind Unfälle von Kindern mit Waffen auf dem niedrigsten Stand.

Die Sicherheit an Schulen ist ein komplexes Thema ohne einfache Lösungen. Aber ich glaube, dass ausgebildete, qualifizierte und bewaffnete Sicherheitskräfte eine wichtige Komponente von vielen ist, die sowohl die erste als auch die letzte Verteidigungslinie darstellt. Und ich begrüße die Gelegenheit, dieser wichtigen und potenziell lebensrettenden Aufgabe zu dienen.

Vielen Dank

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