Was mich am Wahlkampf stört…

Gedanken zur Bundestagswahl von Dr. Markus Bartram

Da hängen sie nun wieder überall herum: Die bunten Bilder der Kandidaten, die Landauf, landab auf Stimmenfang sind. Der Wahlkampf ist in vollem Gange. Wenn ich kurz innehalte und mich frage, wo denn die ganzen Gesichter herkommen, die sich nun anmaßen über mein Wohl in den nächsten vier Jahren entscheiden zu wollen, wird mir der Widersinn des Wortes Wahlkampf bewusst. Die meisten der Kandidaten kenne ich nicht mal im Entferntesten. Ich frage mich also wohl zu Recht, was die denn die letzten Jahre so getan haben und wie die die jetzt gefühlt geheuchelte Bürgernähe wahrgenommen haben. 

Und ist es nicht viel mehr so, dass die gewählten Volksvertreter den Willen des Volkes umzusetzen haben? Wenn ich mir die große Diskrepanz zwischen den Wahlversprechen, dem Wille des Volkes und dem tatsächlichen Handeln ansehe, weiß ich warum es Wahlkampf heißen muss. Oder tue ich den Politikern unrecht, wenn ich der Meinung bin, dass da zumeist nur machtgierige Figuren fernab der Sorgen der Bürger und oft Leute ohne Erfolgsaussichten außerhalb der Politik darum buhlen, wer mit dem höher erhobenen Zeigefinger die nächsten Einschränkungen erlassen darf?

Eine jüngste Studie vor allem zur SPD wirft ihr genau das vor [1], [2]. Da wird Politik über „soziale Gerechtigkeit“ gemacht, aber gegen den von den Bürgern bemängelten völligen Kontrollverlust ist man merkbefreit. Und damit sind wahrlich nicht nur die Flüchtlinge gemeint. Nein, die Politik ist jahrelang völlig vorbei an den Sorgen der Bevölkerung gemacht worden und nur aus diesem Grund müssen nun eben jene Politiker, die gar nicht mehr wissen, was die Menschen umtreibt, sich doch mal in den Kontakt zu den Bürgern begeben. Ach was wäre die Welt doch einfacher, wenn man einfach so drauflos regieren könnte. Von dem offenkundigen selbstherrlichen Machtanspruch der Grünen mal ganz zu schweigen. Auch von denjenigen Parteien, die eine radikale oder unbelehrbar fundamentalideologische Gesinnung verfolgen. Wer 30 Jahre nach Ende der DDR nicht gemerkt hat, dass der Kommunismus und der Sozialismus gescheitert sind, dem ist nicht mehr zu helfen. Menschen streben nach dem Besseren und möchten dies honoriert bekommen. Wer nun dafür selbst die einfachsten Anreize – finanziell oder durch Privilegien – kaputt macht, schädigt nachhaltig. 

Aus diesem Grunde gilt mein persönlicher Blick nicht nach vorne in die bunten Wahlversprechen, sondern zurück in die konkreten Handlungen. Wer heute nach einem noch strengeren Waffengesetz ruft, um Kriminalität und Terrorismus zu bekämpfen, der übersieht absichtlich, dass der legale Waffenbesitz noch nie die Herkunft für Tatwaffen von Terroristen war. Wer sich heute für die Kriminalitätsbekämpfung stark macht, kann nicht zugelassen haben, dass hunderttausende Menschen unregistriert hier leben, täglich hunderte Kriminelle die Grenzen unbehelligt passieren und die Polizei an den Rand der Handlungsunfähigkeit gespart wurde. Wer Überwachungskameras fordert, vergisst, dass diese bisher noch nie einen Anschlag verhindert haben und die automatische Gesichtserkennung gegen Burkas machtlos ist.

Auch im direkten Kontrast zu den bunten Wahlversprechen steht das Abstimmungsverhalten der Politiker zu der neuen Waffenrechtsnovelle, wo außer der FDP und der AfD alle Parteien gegen die Interessen der LWB gestimmt haben.

Deswegen mein persönlicher Appell: Gehen Sie zur Wahl. Es ist zwar so, dass es diesmal nur um das wirklich überschaubare kleinere Übel geht, aber ein „Weiter so“ wie bisher darf es nicht geben und das größere Übel könnte uns den sozialen Frieden im lande kosten – auch wenn er eben diesen vollmundig verspricht. 

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5 Gedanken zu „Was mich am Wahlkampf stört…

  1. Wie war. Kann ich alles nachvollziehen.

    Viel Glück und Gut Schuß in Hochbrück.  🙂

  2. Ja Markus, hast mehr als Recht.

    Nur lesen hier leider nur ein Paar die auch deiner Meinung sind. Ich wähle die Partei die sich zur Zeit gegen die CDU SPD Linke FDP und vor allem gegen die Grünideologen sind.

    Wenn ich nur wüßte wie man die Pfarrerstochter loswerdn könnte. In der partei gibt es ja hinter den Kulissen bestimmt noch vernünftige Resbestände die das Handtuch noch nicht geworfen haben. Was auch von dieser Bande verschwiegen wird ist, das viel längst zur AFD gewechselt haben.

    Ich könnte wütend werden, wie die ‚Politiker‘ euer aller Bemühen kaltschäuzig ignorieren und uns übelst guttun wollen.

    Gruß Horst Bukovsky

     

     grüße Günni von mir.

  3. Danke für den Kommentar!
    Zum Thema Wahlversprechen vs. Taten sei beispielhaft an die Erhöhung der Mehrwersteuer erinnert: im Wahlkampf 2007 forderte die SPD eine Erhöhung von 16% auf 18%, die CDU sagte daß es mir ihr keine Erhöhung geben werde. Bei den Koalitionsverhandlungen hat man sich dann schnell auf 19% geeinigt!
    Wir wurden die letzten ca. 20 Jahre belogen, betrogen, geschröpft, der Freiheiten beschnitten, mit falschen Versprechungen ruhig gehalten. Wann verstehen wir Deutsche daß „mehr Staat“ das Problem ist und nicht die Lösung? Staatsquote bei fast 50% = Sozialismus. Wohin das führt konnten wir am Ostblock gut beobachten. Wer ein aktuelles Beispiel sucht: Venezuela, das Land mit den größten Erdölvorräten der Welt muß Benzin importieren!
    Eine Partei die meine Stimme bekäme müsste sich dafür einsetzen, die Einmischung des Staates in das Leben der Bürger radikal zurückzunehmen.
    Gibt es so eine Partei?

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