Zweite Gesprächsrunde in Berlin

Reiner Assmann (prolegal e.V.)  zusammen mit MdB Günther Lach (CDU) Zur Interessenvertretung von prolegal e.V. gehört die Pflege der politischen Kontakte. Am 13. Juni 2013 erfolgte deshalb eine weitere Fahrt nach Berlin (den Bericht der ersten Fahrt können Sie hier abrufen <Klick>). Neben notwendigen Gesprächen zur anstehenden Diskussionsveranstaltung zum Waffenrecht in Moers am 4. Juli 2013 stand auch das von längerer Hand geplante Treffen mit dem aus dem niedersächsischen Wolfsburg stammenden CDU-Politiker Günter Lach auf dem Programm. Als  Mitglied des Bundestags-Innenausschuss ist er zuständig für das Waffenrecht. 

Durch die Tatsache, dass Herr Lach selbst aktiver Sportschütze ist– das Bild zeigt ihn mit einem Kleinkaliberspiegel mit der von ihm mehrfach getroffenen „10“– war hier eine Art Heimspiel angezeigt. Auch die anwesende Büroleiterin des Herrn Lach, Frau Mela Klaue, erwies sich ausgesprochen gut über das Thema Waffenrecht informiert und beteiligte sich aktiv am Gespräch, das mit einer kurzen Vorstellung der Organisationsform von  prolegal e.V. begann. 

Im weiteren Verlauf habe ich dann unsere konkreten Vorstellungen erläutert und darlegt, dass unser eigentliches Ziel eine Revision des gesamten Waffengesetzes ist, damit unsinniger und bürokratischer Ballast, wie beispielsweise das Einhandmesser- oder Nunchaku-Verbot,  wieder entfernt wird. Nach dem doch leichten Erstaunen des Herrn Lach – Frau Klaue meinte dazu „da haben sie sich aber viel vorgenommen“– erfolgte dann die Richtig-, bzw. Klarstellung, dass ein solcher Weg derzeit vielleicht nicht opportun erscheint, aber über die  dringend notwendige Evaluierung dennoch beschritten werden kann. 

Vor dem Hintergrund des letzten Berlin-Besuches konnte ich dann zusammenfassend aus den Gesprächen mit dem für das Waffenrecht verantwortlichen Abteilungsleiter Norbert Seitz vom BMI und Herrn MdB Serkan Tören (FDP) darlegen, dass anderenorts durchaus Bereitschaft zur umfassenden Evaluierung gegeben sei. Immer vorausgesetzt, dass sich nach der anstehenden Bundestagswahl eine entsprechende Mehrheit und politische Kräfte-Konstellation für das gemeinsame Handeln zusammenfindet.
 
Günter Lach zeigte sich hier aufgeschlossen und äußerte, dass man tatsächlich bei geeigneter Mehrheit und zu gegebenen Zeitpunkt, über diesen Weg konkret nachdenken könnte. Er stellte jedoch klar heraus, dass seiner Meinung nach das derzeitige Waffengesetz eine recht gute Grundlage sei. Weiter wollte er nochmals die Initiative zu einer Unterscheidung zwischen legalen und nicht-legalen Tatwaffen in der polizeilichen Kriminalstatistik aufnehmen. 
 
Als wichtigen Bestandteil sah er jedoch die ehrenamtliche Tätigkeit vor Ort, stellte das Engagement der Schießleiter als überaus positiv heraus und erläuterte, dass über diesen Weg, auch über die lokale Berichterstattung vor Ort und über eine weitere geeignete Öffentlichkeitsarbeit die bessere Akzeptanz des  Schießsports nachhaltig gefestigt werden könnte. Gerade hier, so Günter Lach (selbst seit Jahrzehnten als Vorsitzender des Kyffhäuser-Kreisverbands Helmstedt-Wolfsburg aktiv) wären auch die Verbände zur weiterführenden Zusammenarbeit gefordert.
 
 
Reiner Assmann
Direktor

 

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