Präsident des DSB, Josef Ambacher, verstorben

Mit Bestürzung haben wir die Nachricht von dem Tod des langjährigen Präsidenten des Deutschen Schützenbundes aufgenommen. Er verstarb am gestrigen Samstag im Alter von 71 Jahren während eines Kuraufenthaltes infolge seiner schweren Krankheit.

Josef Ambacher ist im Alter von 14 Jahren in den BSSB eingetreten und engagierte sich von Anfang an intensiv in der Wahrnehmung von Funktionärsaufgaben, vor allem als 1. Schützenmeister in seinem Heimatverein, d’Oberlandler Starnberg, und ab 1975 im Landesschützenmeisteramt des BSSB.
1994 wurde Josef Ambacher zum Präsidenten des DSB gewählt. Dieses Amt hat er bis zu seinem Tode ausgeübt. 

Meilensteine seiner Tätigkeit waren die Einführung der Bundesliga im Schießsport, die Sanierung der DSB–Finanzen einschließlich der Bildung von Rücklagen und die Modernisierung des DSB. Zweifelsfrei haben wir es seiner markanten Persönlichkeit zu verdanken, dass es den DSB mit seiner heutigen Vielfalt im Breitensport gibt. Dazu gehören auch die Einführung des Großkaliberschießens, die er nachhaltig unterstützte, und die Beförderung der Großkaliberdisziplinen vom Rahmenprogramm zum unverzichtbaren Bestandteil der DSB-Wettkämpfe und Meisterschaften.

Mit Josef Ambacher verliert der DSB eine Galionsfigur, die, wie kein anderer, untrennbar mit dem DSB verbunden bleiben wird. Josef Ambacher hat sich stets sehr für die Belange der Schützen eingesetzt und dabei seine eigenen Bedürfnisse und seine Gesundheit immer wieder zurückgestellt.

Josef Ambacher war ein Mensch mit Ecken und Kanten, der in seiner eigenen unverkennbaren urbayrischen Art stets zur Tradition und seinen Schützen stand. Wer ihn kannte, weiß, wie sehr ihm die jüngsten medialen Schlachten gegen die Schützen zugesetzt haben. Die Sorge, dass sein Lebenswerk und die über 150-jährige Tradition des DSB durch die Wucht der medialen Panikmache ausgelöscht werden könnten, hat ihn zuletzt zusätzlich schwer belastet.

Sepp, ruhe in Frieden, wir danken Dir für Deine Leistungen!

Der Familie und den Angehörigen sprechen wir bewegt unsere tiefste Anteilnahme aus!

Joachim H. Franz und Dr. Markus Bartram

für das Direktorium von prolegal.

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