Verbot halbautomat. kriegswaffenähnlicher Waffen

Sehr geehrte Betroffene!

Gemäß beiliegendem Entwurf fordern wir Sie auf, Ihre halbautomatischen Schusswaffen, die Kriegswaffen gleichen und per Gesetz verboten sind, innerhalb von 30 Tagen einem Berechtigten zu überlassen oder zur Vernichtung an die Polizeibehörde zu übergeben. Ein Verstoß gegen diese Anordnung ist als schwerer Verstoß gegen das Waffengesetz mit Verlust der Zuverlässigkeit verbunden und führt zwingend zum Widerruf sämtlicher waffenrechtlicher Erlaubnisse. 

So oder so ähnlich stellen es sich die Verfasser des Entwurfes zur Änderung des Waffengesetzes vor. Nicht möglich? Doch, denn auch die Kontrolle der Aufbewahrung in den Wohnräumen wurde Realität. Solche Eingriffe in das Eigentum und damit in die grundgesetzlich geschützten Rechte sind völlig ohne sachliche Notwendigkeit und beispiellos in anderen Rechtsbereichen. Dies ist einmal mehr der Beweis, welches Geistes Kind die Verfasser sind. Verantwortungsbewusste und gesetzestreue Waffenbesitzer werden mit Straftätern gleichgestellt und verlieren ihr Recht auf freie persönliche Entfaltung und ihr Recht auf Eigentum. Was ist der nächste Schritt? Etwa der Verlust des Wahlrechtes, das Recht auf freie Meinungsäußerung oder die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit?

Hier wird schnell klar, dass es längst Viertel nach 12 ist und wir den Anfängen wehren müssen. Staaten, in denen Teile der Bevölkerung solche schwerwiegenden Eingriffe hinzunehmen hatten, gab es bereits mehrfach auf deutschem Boden. Ich möchte nicht in einem Staat leben, in dem Derartiges unter dem Deckmantel „Schutz der öffentlichen Sicherheit“ geschieht. Diese Leute sind Brandstifter an unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung und müssen auf politischer Ebene in ihre Schranken verwiesen werden, bevor dieses Gesetz entsteht und vollzogen wird.

Da es uns alle angeht, bitte ich um Weiterleitung an die, die es betrifft.

Viele Grüße

Heiko Baur