hier Otto Obermeyer, zitiert von Frau Altpeter

Katrin_AltpeterDie Obfrau der SPD-Landtagsfraktion im Sonderausschuss des Landtags, Katrin Altpeter, zitiert in Ihrem Statement vor der Landespressekonferenz Baden-Württemberg den „Experten“ Otto Obermeyer.

Ein Experte, der auf seiner Internetseite folgende Aussage tätigt:

„Betrachten Sie Polizei, Staatsanwälte, Richter, Behördenmitarbeiter immer als Ihre Feinde.“ Quelle



In diesem Zusammenhang ist es interessant, die Äußerungen von Otto Obermeyer zu den Forderungen der SPD kritisch zu beleuchten:

Forderung 1: Verbot großkalibriger Waffen in Privatbesitz, flankiert von der Forderung des Verbots großkalibrigen Sportschießens Zitat von Frau Altpeter: „Da es für großkalibrige Kurzwaffen keinen einzigen olympischen Wettbewerb gibt, muss nach Auffassung der SPD das sportliche Interesse am Schießsport mit solchen gefährlichen Waffen eindeutig hinter der Gefahrenvorbeugung und der Verhinderung möglicher künftiger Amokläufe zurücktreten.“ Statement des Altpeter-„Experten“ Obermeyer auf seiner Website: „Gerade das Schießen mit Großkaliberwaffen verlangt wegen des großen Rückstoßes, des großen Hochschlages, des lauten Mündungsknalles und des sehr hellen Mündungsblitzes, den solche Waffen beim Schuss erzeugen, absolute Selbstbeherrschung bis hin zur Leidensfähigkeit. Jeder Schütze kennt die so genannte Schussangst, die er überwinden muss. Sie ist bei Großkaliberwaffen besonders groß. Absolute Selbstbeherrschung von Körper und Geist macht es möglich, mit solchen Waffen so präzise zu schießen wie mit einer .22er.“

Kommentar: Diese absolut gegenteilige Auffassung des von Frau Altpeter genannten „Experten“ Obermeyer zu den Forderungen von Frau Altpeter wird von ihr in keiner Form berücksichtigt / zitiert. Mit anderen Worten: Frau Altpeter zitiert nur die Äußerungen ihres selbst gewählten Experten, die in ihr Weltbild / in ihre Forderungen passen.

Forderung 2: Verbot des IPSC-Schießens Von Frau Altpeter zitiertes Statement des „Experten“ Obermeyer „Ich kritisiere, dass hier Leute fit gemacht werden im superschnellen Schießen, in ganz kurzer Zeit, bei äußerster Treffsicherheit“

Kommentar: Würde man dieser Forderung folgen, müssten auch die von Frau Altpeter genannten olympischen Disziplinen Biathlon und Olympisch Schnellfeuer verbieten, da hier in erheblich kürzerer Zeit Schüsse abgegeben werden. Im Biathlon werden 5 Schüsse in weniger als 20 Sekunden, im Olympisch Schnellfeuer 5 Schüsse innerhalb 8, 6 und 4 Sekunden abgegeben. „Wenn da mal ein Schütze, nur einer, ausrastet und einen Amoklauf machen würde, das wäre eine absolute Superkatastrophe. Eine nicht mehr wieder gut zu machende Superkatastrophe. Weil dann würden nicht 16 Leute sterben, das ist ja schon schlimm genug, sondern vielleicht 60, 70 Leute sterben“

Kommentar: In 33 Jahren IPSC-Schießsport war weltweit kein einziger Schütze weder direkt noch indirekt an einen Amoklauf beteiligt. Es ist weltweit kein Fall bekannt, in dem ein IPSC-Schütze eine schwere Straftat gegen Leib und Leben begangen hätte. Im Übrigen: kein aktiver Wettkampfschütze, egal welcher Disziplin, war an einem Amoklauf beteiligt.

Abschließend: zum „Experten“ Obermeyer. Otto Obermeyer war Präsident des BDS und musste 1996 auf Forderung des Gesamtvorstands zurücktreten. Grund der Rücktrittsforderungen war, dass sich die Mitglieder des Vorstands nicht weiter von Herrn Obermeyer untragbar behandeln lassen wollten und der Verband nicht bereit war, weiterhin Herrn Obermeyer eine monatliche Aufwandspauschale von 6.000 DM zu bezahlen. In der Folge versuchte Herr Obermeyer einen weiteren Schießsportverband zu etablieren, hier sollten folgende Disziplinen angeboten werden: „„Für Kurzwaffen, unterschiedliche Distanzen – Sportliches Bewegungsschießen angelehnt an internationale Regeln.“ Es gibt international nur zwei Verbände, die sportliches Bewegungsschießen anbieten: die IPSC und die IPDA. Da die IPDA eine Vereinigung für das in Deutschland verbotene Verteidigungsschießen darstellt, konnte es sich bei dem vom Verband des Herrn Obermeyer offerierten sportlichen Bewegungsschießen nur um IPSC handeln… Da der Obermeysersche Verband nicht erfolgreich war, konzentrierte sich Herr Obermeyer seit der Jahrtausendwende darauf, den BDS, als einer der Verbände, in denen IPSC stattfindet, wohl als Revanche für seine Absetzung zu diskreditieren, insbesondere eben über seine Äußerungen zum IPSC-Schießen.

Zusammenfassung: Frau Altpeter zitiert also nur die Äußerungen ihres „Experten“ Otto Obermeyer, die ihre aktuellen Forderungen unterstützen. Aufgrund der Vorgeschichte von Herrn Obermeyer, gerade als „gestürzter“ Präsident des BDS, seinen früheren Äußerungen zum IPSC-Schießen und seinen persönlichen, unsachlichen Motiven, die hinter seinen aktuellen Äußerungen stehen, ist Herr Obermeyer als unabhängiger Experte zum Thema IPSC gänzlich ungeeignet. Auf Obermeyers Internetseite findet sich auch noch folgende Aussage (Quelle): „Betrachten Sie Polizei, Staatsanwälte, Richter, Behördenmitarbeiter immer als Ihre Feinde.“ Sachliche Informationen zum IPSC, einer Weltsportart finden sich unter diesem Link. Bei Biathlon sei erwähnt, dass auch diese faszinierende Sportart – wie viele andere übrigens auch – militärischen Ursprungs ist. Bei der Olympiade 1924 noch unter dem Begriff „Militärpatroullie”, wurde sie bis 1978 noch ganz militärisch mit Großkaliber geschossen. …. DSB widerspricht

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